Review

SÜDSTEIERMARK – CLASSIC – die 19te

Das Synonym für Genuss und Sportlichkeit

 

Nachdem am Mittwoch Nachmittag und am Donnerstag die technische Überprüfung der Teilnehmerfahrzeuge stattgefunden hatte, erklärte der Rennleiter „Hasi“ Haselwander bei der Fahrerbesprechung Details aus dem Roadbook und dem Wertungsmodus.

Škoda, der traditionsreiche Automobilhersteller aus Tschechien, ist als Hauptsponsor bei der Classic mit ausgewählten Modellen aus dem Museum in Mladá Boleslav angetreten und hat den nach Originalplänen total restaurierten Škoda Laurin & Klement BSC aus dem Jahr 1908 im Festzelt in Gamlitz präsentiert.

Wie schon in den vergangenen Jahren war der Eröffnungsabend den unterschiedlichen Strategien zu Erreichung der bestmöglichen Platzierung gewidmet.

 

Erster Renntag, Freitag, 26. April 2019:

Auch heuer wieder waren die ersten sonoren Auspuffgeräusche ab 06:30 – 07:00 Uhr in der Früh in Gamlitz zu hören, da es gerade bei den älteren Modellen doch immer einer gewissen Vorlaufzeit bedarf, um rechtzeitig um 07:30 Uhr am Start stehen zu können.

Nach einer Gleichmäßigkeitsprüfung im Grubtal bzw. nach Seggauberg konnten die Teilnehmer am ÖAMTC Testgelände in Lang-Lebring auf gesperrter Strecke beweisen, wie sie mit der gegen den Uhrzeigersinn zu fahrenden Streckenführung auf dem teilweise nassen und rutschigen Rundkurs zurechtkamen. Der nicht einsehbare Ziellichtschranken nach einer Kuppe war auch heuer wieder eine besondere Herausforderung.

Als erstes Etappenziel hat auch heuer wieder Frohnleiten die Teams am Hauptplatz herzlich empfangen und gab es für die nächste Etappe eine Stärkung. Während sich auf der anderen Seite des Rechbergs die schnellen Boliden für das internationale Rechbergrennen vorbereiteten, bezwangen die Teilnehmer der Südsteiermark-Classic in ambitioniert vorgegebenen Sollzeiten den Berg von der Murtalseite aus.

Als Dank für die Bewältigung dieser Herausforderung gab es dann auf der Teichalm bei der Latschenhütte Schwammerlsuppe mit Sterz, um danach die mit Sonderprüfungen versehene Strecke über die Breitenau, Strassegg, Piregg, Weisenegg, Strallegg und Pöllau auf bekannten Straßen in das SPA Resort Styria in Bad Waltersdorf zu absolvieren.

Wie jedes Jahr bildete den kulinarischen Höhepunkt des ersten Tages das Mittagessen im Schlosshotel Obermayerhofen. Dieses Buffet – ein Augen- und Gaumenschmaus.

Die Strecke zur Bergrallye Lödersdorf am Köberlberg war aufgrund von Bauarbeiten teilweise neu und wiederum mit einigen Gleichmäßigkeitsprüfungen garniert. Dort haben bereits begeisterte Zuseher auf die Teams gewartet.

Nach kurzen Verschnaufpausen in Fehring, dem nächsten Etappenziel, wurden die Teams bei mitreißendem Swing durch eine Brassband empfangen.

Seit langem war wieder einmal der älteste Kurort der Steiermark, Bad Gleichenberg, Etappenziel – diese Stimmung, diese Menge an Zusehern: wirklich eine Einladung, wieder zu kommen.

Das nächste Etappenziel war Gnas, von wo aus die Teams die letzte Sonderprüfung auf gesperrter Strecke in Obergnas zu absolvieren hatten, um sich dann zügig auf den Heimweg Richtung Gamlitz zu machen.

In der Bezirkshauptstadt Leibnitz bildeten die Oldtimer der dortigen Clubs ein Spalier für die ankommenden Teams und gab es hier die letzte vorgegebene Startzeit.

Der erste Renntag endete in der Vinofaktur Genussregal in Vogau.

Beim anschließenden „Steirer-Abend“ fand im Festzelt in Gamlitz unter der Patronanz von „Die Presse“ die Ehrung der Sieger der Sonderprüfungen auf gesperrten Strecken statt. Dass dieser Abend davon geprägt war, welche „Hoppalas“ dem einen oder anderen bei so mancher Sonderprüfung passiert sind, hat für gute Stimmung gesorgt.

 

Zweiter Renntag, Samstag, 27. April 2019:

Dieser Tag mit seinen rund 120 km war zur Gänze dem steirischen Weinland gewidmet und hat vor allem aufgrund der oft kurz hintereinander kommenden Abzweigungen vor allem die Beifahrer gefordert. Von den zehn Sonderprüfungen dieses Tages waren wiederum vier auf gesperrten Strecken zu absolvieren, wobei eines der Highlights an diesem Tag das NAPOLEON-Platschbergrennen genannt werden muss. Dieses Rennen, das 1962 zum letzten Mal stattgefunden hat und mit welchem klingende Namen wie Jochen Rindt, Helmut Marko, Peter Denzel, Gunther Philipp und viele andere untrennbar verbunden sind, sorgte schon beim Start beim Weingut Regele bei Zusehern und Fahrern für großen Enthusiasmus.

Nach Passierkontrollen bei bekannten Weingütern wie Perner, Polz, Firmenich, Gross und Walter Skoff kamen die Teams ab 14:30 Uhr zurück nach Gamlitz, wo sie unter dem Applaus des zahlreichen Publikums auf ihre Startpositionen für den anschließenden CHOPARD Welsch-Grand-Prix geparkt wurden.

In der GRAWE VIP-Zone fand sich auch Herr Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer ein, der in einem Jaguar XK 140 Baujahr 1956 den CHPOPARD Welsch-Grand-Prix auf den heißen Beifahrersitz absolvierte. Unter den applaudierenden Gästen fanden sich neben prominenten Wirtschaftskapitänen, namhaften Rechtsanwälten und Notaren u.a. Frau Bundesminister Dr. Juliane Bogner-Strauss, Herr Landesrat Mag. Christopher Drexler und Vizerektorin Dr. Beatrix Karl.

Der Gala Abend stand ganz im Zeichen von „Pirelli Austria“, bei welchem die Epochen und Gesamtsieger geehrt wurden. Unter der musikalischen Begleitung von Chris Oliver und seiner Band endete die „Pirelli-Night“ bei bester Stimmung in den Morgenstunden.

 

Sieger des Südsteiermark-Classic „next generation price“:

(Fahrer darf das 35. Lebensjahr nicht vollendet haben)

Startnr. 92                 Margarita und Magdalena VOGLAR (AUT)

Alfa Romeo Giulia TI, Baujahr 1964

(am Foto in der Mitte)

 

Gesamtsieger der Vorkriegsklasse bis Baujahr 1949:

Startnr. 14                 Florian und Marlene KUNZ (AUT)

Morgan Threewheeler SS, Baujahr 1934

(am Foto rechts)

 

Gesamtsieger der Nachkriegsklasse ab Baujahr 1950:

war auch Sieger 2018

Startnr. 79                 Karsten und Monika Wohlenberg (GER)

Porsche 356 BT5 Super 90, Baujahr 1960

(am Foto links)

 

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