Nachbericht

SÜDSTEIERMARK – CLASSIC – die 20ste

Das Synonym für Genuss und Sportlichkeit

 

Nachdem am Dienstag Nachmittag und am Mittwoch die technische Überprüfung der Teilnehmerfahrzeuge stattgefunden hatte, erklärte der Rennleiter „Hasi“ Haselwander am Donnerstag bei der Fahrerbesprechung Details aus dem Roadbook und dem Wertungsmodus. Die anschließenden Diskussionen bei Fingerfood waren geprägt von den unterschiedlichen Strategien für den 1. Lauf auf den Platschberg. Dass nach dem Platschbergrennen am ÖAMTC-Rundkurs heuer im 5-er Pulk 3 gezeitete Runden gefahren werden mussten, hat bei einigen Teilnehmern sofort eine gewisse Unruhe ausgelöst, ist es doch darum gegangen, die in der 1. Runde gewählte Zeit in den weiteren 3 Runden auf 100-stel genau wieder zu erreichen – alles andere als einfach.

Škoda Österreich, repräsentiert durch Herrn Markus Stifter (Verkaufsleiter Österreich), ist als Hauptsponsor bei der Classic mit dem Škoda Felicia Cabrio,  Baujahr 1959, angetreten. Im Festzelt in Gamlitz wurde aus dem Museum in Mladá Boleslav der „Laurin & Klement VOITURETTE A“ (Baujahr 1905) präsentiert, von dem in den Jahren 1905 – 1907 immerhin 44 Exemplare produziert worden waren.

Wie schon in den vergangenen Jahren war der Eröffnungsabend den unterschiedlichen Strategien zu Erreichung der bestmöglichen Platzierung gewidmet, und konnten die Sieger der ÖAMTC-Sonderprüfung prämiert werden.

 

zweiter Renntag, Freitag, 22. April 2022:

Die ersten sonoren Auspuffgeräusche waren bereits ab 06:30 – 07:00 Uhr in der Früh in Gamlitz zu hören, da es gerade bei älteren Modellen doch immer einer gewissen Vorlaufzeit bedarf, um rechtzeitig um 07:30 Uhr am Start stehen zu können. Mit dem 95 Jahre alten Lancia Lambda haben Wolfgang Erber und Günther Burgstaller pünktlich das Rennen in Angriff genommen, die Verfolger saßen in einem Brasier Voiture de course (Bj. 1908), in Bentley’s, Riley’s, Alfa Romeo’s, Jaguar’s, Lagonda’s, Porsche’s, BMW’s und vielen anderen automobilen Pretiosen.

Nach Gleichmäßigkeitsprüfungen im Grubtal, bei Preding und in der Nähe des Golf-Clubs Murhof war – wie schon vor Jahren – das erste Etappenziel heuer wieder Frohnleiten, wo die Teams am Hauptplatz herzlich empfangen wurden und für die nächste Etappe eine Stärkung erhielten.

Als erste große Herausforderung dieses Tages galt es, den Rechberg auf gesperrter Strecke in durchaus ambitionierten Sollzeiten zu bewältigen – der Start lag wie immer beim Hoarterwirt, das Ziel war jedoch früher als in den vergangenen Jahren, was für den einen oder anderen rechnerische Herausforderungen bedeutet hat.

Als Danke für die Bewältigung dieser Herausforderung gab es dann auf der Teichalm bei der Latschenhütte Schwammerlsuppe mit Sterz oder/und Kaiserschmarrn mit Kompott…… Diese Stärkung diente vor allem den Nerven, denn nach Erreichen des Talbodens stand bereits die nächste Sonderprüfung auf gesperrter Strecke bevor. Diese Sonderprüfung auf das Strassegg war als „Überraschungs-SP“ angekündigt, wobei die Teams die zu erreichenden Sollzeiten erst in der Früh beim Start in Gamlitz erfahren haben – also eine echte Challenge für die Beifahrer, mussten diese doch während der Fahrt die zu fahrenden Geschwindigkeiten errechnen, um die je Epoche vorgegebene Sollzeiten „rechtzeitig“ zu erreichen.

Der weitere Streckenverlauf führte die 160 Teams über Birkfeld, Gschaid und Pöllau heuer erstmals auf den reizvollen Hauptplatz von Hartberg.

Die hier nach dem Start zu bewältigende Juwelier Rindler SP durch die Fußgängerzone war für die Zuseher ein echtes Spektakel.

Nach einem Regrouping im Spa Resort Styria in Bad Waltersdorf bildete das Mittagessen im Schlosshotel Obermayerhofen – wie schon seit 20 Jahren – den kulinarischen Höhepunkt des ersten Tages – dieses Buffet – ein Augen- und Gaumenschmaus.

Bei der Bergrallye Lödersdorf am Köberlberg – eine zwar nicht lange, aber sehr anspruchsvolle Strecke – haben begeisterte Zuseher die Teams angefeuert.

Nach einer kurzen Verschnaufpause in Fehring – begleitet von herrlichen Brass-Band-Klängen – sind die Teams am Hauptplatz von Bad Gleichenberg von Kurgästen und Marktbesuchern willkommen geheißen worden und haben nach einer kurzen Verschnaufpause über eine neu gewählte Strecke mit Gleichmäßigkeitsprüfungen Gnas erreicht. Die letzte Sonderprüfung auf gesperrter Strecke war in Obergnas, um sich dann zügig auf den Heimweg Richtung Leibnitz zu machen.

In der Bezirkshauptstadt Leibnitz gab es die letzte vorgegebene Startzeit und endete der zweite Renntag in der Vinofaktur Genussregal in Vogau.

Beim anschließenden „Steirer-Abend“ fand im Festzelt in Gamlitz unter der Patronanz von „Die Presse“ die Ehrung der Sieger der Sonderprüfungen auf gesperrten Strecken statt. Dass dieser Abend davon geprägt war, welche „Hoppalas“ dem einen oder anderen bei so mancher Sonderprüfung passiert sind, hat für gute Stimmung gesorgt.

 

dritter Renntag, Samstag, 23 April 2022:

Dieser Tag, man könnte ihn auch „Weinstock-Slalom“ nennen, mit seinen rund 140 km war zur Gänze dem steirischen Weinland gewidmet und hat vor allem aufgrund der oft kurz hintereinander kommenden Abzweigungen vor allem die Beifahrer gefordert. Von den diversen Sonderprüfungen dieses Tages waren wiederum vier auf gesperrten Strecken zu absolvieren, wobei als Highlight dieses Tages der 2. Lauf auf den Platschberg genannt werden muss. Dieses Rennen, das 1962 zum letzten Mal stattgefunden hat und mit welchem klingende Namen wie Jochen Rindt, Helmut Marko, Peter Denzel, Gunther Philipp und viele andere untrennbar verbunden sind, sorgte schon beim Start beim Weingut Regele bei Zusehern und Fahrern für großen Enthusiasmus. Die Herausforderung bestand ja darin, die im 1. Lauf gefahrene Zeit wieder zu erreichen, wobei die von den Teams gestoppte Zeit mit der von der Zeitnehmung mittels Transponder gemessenen Zeit in den wenigsten Fällen überein gestimmt hat – erstaunte Gesichter waren die Folge.

Nach Passierkontrollen bei bekannten Weingütern wie Polz, Firmenich, Gross, Perner und Walter Skoff kamen die Teams ab 14:30 Uhr zurück nach Gamlitz, wo sie unter dem Applaus des zahlreichen Publikums auf ihre Startpositionen für den anschließenden CHOPARD Welsch-Grand-Prix geparkt wurden.

Der CHOPARD Welsch-Grand-Prix – krönender Abschluss der Südsteiermark-Classic – war auch heuer wieder ein Publikums-highlight – konnte man doch in greifbarer Entfernung die Autos in Bewegung sehen und die Konzentration der Teams förmlich spüren. Unter den zahlreichen Gästen wie z.B. LR Mag. Christopher Drexler, war auch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der einmal mehr die Bedeutung der Südsteiermark-Classic hervorhob: „So wie der Wein gehört auch die Classic untrennbar zur Südsteiermark. Seit mittlerweile 20 Jahren wird im Herzen der Südsteiermark beste Kulinarik mit sportlichem Ehrgeiz verbunden. Fast 3.000 Teams konnten sich in den Jahren von der wunderschönen Landschaft und der einmaligen steirischen Gastfreundschaft überzeugen. Die Bilanz unterstreicht: Die Südsteiermark-Classic ist ein starker touristischer Impuls für die gesamte Region.“

Unter der Patronanz von „Pirelli Austria“ fand der Gala-Abend statt, bei welchem die Epochen und Gesamtsieger geehrt wurden. Unter der musikalischen Begleitung von Chris Oliver und seiner Band endete die „Pirelli-Night“ bei bester Stimmung in den Morgenstunden.

 

Sieger des „Südsteiermark-Classic „next generation price“:

(Fahrer darf das 35. Lebensjahr nicht vollendet haben)

Startnr. 120

Margarita und Magdalena Voglar (Schwestern)

Alfa Romeo Giulia TI, Baujahr 1964

 

Gesamtsieger der Vorkriegsklasse bis Baujahr 1949:

Startnr. 43

Alexander und Florian Deopito

Lagonda LG 6 LeMans, Baujahr 1938

 

Gesamtsieger der Nachkriegsklasse ab Baujahr 1950:

Startnr. 120

Margarita und Magdalena Voglar (Schwestern)

Alfa Romeo Giulia TI, Baujahr 1964

 

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